Schmyhal spricht mit Vertretern österreichischer Unternehmen über Geschäftsklima

Die Regierung der Ukraine schätze den praktischen Beitrag Österreichs und der Wirtschaft dieses Landes zur Entwicklung der ukrainischen Wirtschaft, betonte gestern der ukrainische Ministerpräsident Denys Schmyhal bei einem Treffen mit dem Außerordentlichen und Bevollmächtigten Botschafter Österreichs in der Ukraine, Gernot Pfandler, und Vertretern der österreichischen Wirtschaft, berichtet Ukrinform unter Berufung auf das Regierungsportal.

„Trotz der Pandemie ist der Handelsumsatz zwischen unseren Ländern im ersten Halbjahr 2021 um 67,5 Prozent gestiegen und beträgt bereits 966,9 Millionen Dollar. Wir sind an der Weiterentwicklung der Zusammenarbeit interessiert, denn österreichische Unternehmen haben Tausende von Arbeitsplätzen in der Ukraine geschaffen, zahlen erhebliche Steuern und Österreich ist in Top 6 der größten Investoren in der Ukraine“, sagte Schmyhal.

Beim Treffen wurde eine Reihe von Fragen über die Verbesserung des Geschäftsklimas berührt. Insbesondere betonte der Premierminister, dass die Ukraine alle Anstrengungen unternehme, um eine Justizreform durchzuführen.

„Die entsprechenden Gesetze sind verabschiedet worden. Trotz enormen Widerstands hat die Ethikkommission ihre Arbeit aufgenommen, das ist einer der Schritte, die zur Säuberung des Gerichtssystems beitragen werden. Alle Regierungszweige, die gesamte ukrainische Gesellschaft müssen Anstrengungen unternehmen, um diese wirklich wichtige Reform umzusetzen“, sagte er.








Schmyhal merkte an, dass die Regierung für die Unterstützung der Geschäfte in der Ukraine eine Exportkreditagentur eingerichtet habe.

„Wir beginnen erst mit diesem Weg, wir sind aber immer bereit, die Wirtschaft einzubeziehen und entsprechende Vorschläge für die Entwicklung der Agentur anzunehmen“, sagte er.

Bei dem Treffen ging es auch um die Möglichkeit, die Zahl der Genehmigungen für den internationalen Güterverkehr zu erhöhen. Der Premierminister stellte fest, dass die Ukraine diese Frage auf der Ebene der Europäischen Union aufgerollt habe, einen aktiven Dialog mit Polen führe und eine entsprechende bilaterale Arbeitsgruppe eingerichtet worden sei. Der Regierungschef zeigte sich zuversichtlich, dass diese Frage bald geregelt sein werde.

Im Gespräch mit Vertretern des Bankensektors stellte der Premierminister fest, dass der Staat die Bedingungen für den Erhalt von Hypothekendarlehen zu 7 Prozent erleichtert hat.

„Unser Ziel ist es, die Entwicklung des primären Baumarktes zu fördern, damit Banken aktiver Hypothekendarlehen zu 7 Prozent vergeben können“, sagte Schmyhal.

Ihm zufolge ist die Entwicklung der Energieeffizienz heute ein kritisch wichtigees Thema, insbesondere vor dem Hintergrund der weltweiten Energiekrise. Der Premierminister teilte mit, dass im nächsten Jahr auf Initiative des Präsidenten der Ukraine ein großes Energiemodernisierungsprogramm umgesetzt werden soll. Er rief österreichische Unternehmen auf, sich diesen Projekten anzuschließen.

yv


Quelle: Schmyhal spricht mit Vertretern österreichischer Unternehmen über Geschäftsklima

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