Saakaschwili schreibt ukrainischen Parlamentariern über Motive seiner Reise nach Georgien und sein Gesundheitszustand

Der in Georgien inhaftierte ehemalige Staatspräsident des Landes, Micheil Saakaschwili, hat in einem Schreiben die ukrainischen Parlamentsabgeordneten über Motive seiner Reise nach Georgien und sein Gesundheitszustand informiert.

Das Schreiben wird auf der Facebook-Seite von Saakaschwili veröffentlich. Saakaschwili zufolge verlor er nach 32 Tagen des Hungerstreiks fast 20 Kilogramm an Gewicht. Er habe kein Recht auf Telefonate, keine Möglichkeit, vor dem Gericht zu erscheinen. Die Führung in Georgien hätten „Todesangst“ vor seinen öffentlichen Auftritten. Ihm wurde auch eine Verlegung in eine Klinik verweigert.

Micheil Saakaschwili bezeichnete sich im Schreiben als einen „persönlichen Gefangenen von Putin“, weil dieser viele Jahre über ihn gesprochen habe und der „georgischen Staatsführung den größten privaten Aktionär von Gazprom Iwanischwili“ gegeben habe. Auf Anweisungen von Putin seien gegen Saakaschwili Ermittlungen eingeleitet worden.

Über seine Rückkehr nach Georgien schreibt Saakaschwili: „Ich war der Meinung, dass meine Heimat endgültig unter dem Einfluss Moskaus geriet.“ Seine Reformen wurden laut dem Ex-Präsidenten zunichte gemacht. „Derzeit fanden in Georgien die Lokalwahlen statt, die, anders als in der Ukraine, immer die Regierung leicht gewann. Nach meiner Rückkehr, auch im Gefängnis, hat sich die Lage radikal geändert.“ Er konnte bewirken, dass Georgier für einen prowestlichen Kurs entschieden. Er bleibt aber auch der „loyale und patriotische Staatsbürger der Ukraine“ und bedankte sich für die Unterstützung. Er werde alles tun, um die Ukraine und Georgien ihre Beziehungen stärken würden.

Saakaschwili wurde in Georgien, wo er acht Jahre nicht war, am 1. Oktober festgenommen. In seinem Heimatland wurde er in Abwesenheit zu sechs Jahren Haft verurteilt. Im Gefängnis trat er in den Hungerstreik.


Quelle: Saakaschwili schreibt ukrainischen Parlamentariern über Motive seiner Reise nach Georgien und sein Gesundheitszustand

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