Belarus: Elf und Zehn Jahre Haft für Oppositionelle Kalesnikava und Snak

Die belarussischen Oppositionelle Maria Kalesnikava und Maxim Snak sind in Minsk zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden.

Kalesnikava erhielt elf Jahre Haft, Snak wurde zu zehn Jahren verurteilt, teilte die Menschenrechtsorganisation Wjasna mit. Der Richter Sergej Jepichow verkündete das Urteil am Montag. Der Prozess fand aber hinter verschlossenen Türen statt. Kalesnikava und Snak wurden wegen der Aufrufe zu Handlungen gegen die nationale Sicherheit, der Verschwörung zur illegalen Machtergreifung und der Gründung der extremistischen Organisation angeklagt.

An 09. August 2020 fand in Belarus die Präsidentenwahl statt. Nach Angaben der Zentralen Wahlkommission des Landes stimmten 80,1 Prozent der Wähler für den Amtsinhaber Alexander Lukaschenko und 10,1 Prozent für die Oppositionskandidatin Swetlana Tichanowskaja. Tichanowskaja nannte die Wahl manipuliert. Gleich nach der Wahl begannen im Land Proteste gegen die Wahlfälschung. Das Regime ging hart gegen die Protestler vor. Nach einigen Monaten wurden die Proteste unterdrückt. Lukaschenko regiert das Land seit 1994.  


Quelle: Belarus: Elf und Zehn Jahre Haft für Oppositionelle Kalesnikava und Snak

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